Die Veranstaltung ist ausgebucht!

Bunte Stauden statt Steine

Bringt wieder Leben in eure Gärten!

Wunderschön blühende Vorgärten in Wohngebieten sind kleine Oasen, die dem Grau so vieler Gärten angenehm bunte Farben entgegensetzen.
Sie sind lebenswichtig für uns alle, denn pflanzenreiche Vorgärten erfreuen nicht nur das Auge, sondern bieten auch Lebensräume für Insekten, geben im Sommer Kühlung und sind gut für den Boden. Jeder von uns kann mit ganz wenig Platz, Geld und Zeit dazu beitragen. Dabei kommt es nicht auf die Größe an. Für Bienen und Menschen lohnt es sich, auch kleine Flächen und Balkone naturnah zu bepflanzen.


Der Naturschutzbund (NABU) Schiffweiler lädt zur Informationsveranstaltung mit anschließender Führung durch die Schaugärten der Erlebnis Gärtnerei Dörrenbächer ein.
Gemeinsam mit unserem NABU-Mitglied und Gärtner Ludger Wolf möchten wir Ihnen vermitteln, welche Möglichkeiten es gibt und wie wenig Aufwand es entgegen verbreiteter Meinung braucht, um vor dem eigenen Haus ein farbenfrohes Paradies zu schaffen. Ein Schwerpunkt des Vortrages wird die praktische Gartengestaltung und ihre Umsetzung sein.


Die Gemeinde Schiffweiler fördert sowohl den Rückbau von versiegelten Flächen als auch die Neupflanzung von Laub- und Obstbäumen. Auch darüber wird bei der Veranstaltung informiert.


Termin: 
Mittwoch 3. Juni 2026 um 18 Uhr
Ort: 
Gärtnerei Dörrenbächer
Stennweilerstraße 43, 
66589 Merchweiler - Wemmetsweiler


Anmeldungen unter:
Tel.: 06821/690599
E-Mail: [email protected]
Die Teilnahme ist kostenfrei!

Bericht zur Veranstaltung


Naturschutzbund will wieder Leben in die Gärten bringen

WEMMETSWEILER/SCHIFFWEILER Stauden, Gehölze oder Gräser? Sonne, Halbschatten oder Schatten? Was wächst wo, und was passt zusammen? Fragen über Fragen, die Gärtnermeister Ludger Wolf auf dem Rundweg durch den Schaugarten der Gärtnerei Dörrenbächer in Wemmetsweiler allesamt fachkundig zu beantworten wusste. Eingeladen zu dieser fast dreistündigen Veranstaltung hatte der Naturschutzbund (NABU) Schiffweiler. Unter dem Motto „Bunte Stauden statt Steine!“ will er wieder Leben in die Gärten bringen. Das wollen offensichtlich so viele Mitmenschen „Bunte Stauden statt Steine!“
auch, dass gar einigen Interessenten abgesagt werden musste.
Gärten sind ebenso vom Standort abhängig wie die Auswahl der  Stauden, erklärte Wolf gleich zu Beginn. Er rät zu einer dichten Bepflanzung, damit wenig Beikräuter hochkommen. Diese sollte man ausreißen und zerkleinert liegen lassen. Und den Boden keinesfalls hacken! Für Trockengärten empfiehlt der Referent eine 30 cm dicke Schicht aus Rheinsand, die im ersten Jahr regelmäßig gegossen werden soll, damit die Wurzeln tief eindringen können. Danach gedeihen dort Beifuß, Salbei, Gräser, Thymian, Sonnenhut, Geranium und vieles andere.
„Pflanzen und gestalten“ sei die Leidenschaft seiner Frau Christine und ihrer beiden Töchter Anne und Kathrin, betonte Ludger Wolf. Letztere seien Gärtnerinnen und Floristinnen aus Begeisterung und Freude, aus Tradition und Berufung. Seit 2016 leiten sie die Gärtnerei in dritter Generation. Sie lieben die Vielfalt der Natur und finden in ihr Inspiration, aber auch den Auftrag, verantwortungsvoll und nachhaltig mit ihr umzugehen. Denn sie schenkt ihnen einzigartige Werkstoffe für kreatives Arbeiten und Gestalten. Vieles davon produzieren sie in ihrer Gärtnerei.
„Wie wäre es mit einem Waldgarten?“, fragte der Referent an entsprechender Stelle des Rundweges. Schatten liebende Pflanzen mit besonderen Blattformen und Rindenstrukturen sorgten auch für eine tolle Herbstfärbung. Auch Tiere leben im Schaugarten: Schafe beweiden die Wiesen und sorgen für natürlichen Dung. Laufenten fressen die Schnecken. Ansonsten werden sogenannte Schädlinge biologisch beseitigt, das heißt ohne „chemische Keule“.
Viele Projekte sind in der Gärtnerei Dörrenbächer noch in der Planungs- oder Experimentier-Phase: So bestaunten die Besucher/innen etwa einen Gemüsegarten mit besonderen Sorten oder das große Treibhaus für Tomaten. Hohe Trockenmauern und ein Torbogen sollen ein Gartenzimmer umranden. Daran englische Rosen wachsen zu lassen, wäre eine traumhafte Vorstellung! Rosamunde Pilcher im Saarland sozusagen...